Am Sonntag, dem 25.09.2016 lud der SFC die zweite Mannschaft der SpG An der Lache Erfurt zum Ligaspiel. Für das Team aus Werningshausen galt es, eine 4:0 Auswärtsniederlage gegen BW Erfurt II vergessen zu machen und die Positiv-Serie nach dem Aufstieg in die Kreisliga wieder aufzunehmen.

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Wieder zürück in der Abwehr. Christian Becke (li.)

Erstmals in dieser Saison, konnte der Trainer Sven Heinemann dabei wieder auf seine Stammverteidigung zurückgreifen. Der lange verletzte Christian Becke lief wieder als Rechtsverteidiger auf und komplettierte damit das Defensivquartett, das in den vergangenen zwei Saisons so wenig Gegentore hinnehmen musste.

Von Beginn an kam dabei nie der Verdacht auf, dass die hohe Niederlage der vergangenen Woche irgendeinen besonderen Eindruck hinterlassen und am Selbstvertrauen genagt hätte. Die Elf des SFC trat ruhig und ballsicher auf und setzte den Gegner so schon sehr früh unter Druck.

Starker Beginn der Hausherren

Die Offensive der Werningshäuser lief bei gegnerischem Ballbesitz aggressiv an und setzte die Lache so schon im Spielaufbau unter Druck. Dieses Engagement machte sich dann auch bereits nach nur zwei Minuten bezahlt, als Sebastian Heinemann dem Erfurter Verteidiger den Ball von Fuß spitzelte und so freie Bahn zum Tor hatte. Hier brauchte Sebastian dann das Spielgerät nur noch am herauslaufenden Torwart vorbei, auf den sich rechtspositionierten Benny Kind zu spielen, der dann unbedrängt einschieben konnte.

Der so wichtige zweite Pass. Doppelter Vorlagen-Vorleger Sebastian Heinemann.

Der so wichtige zweite Pass. Doppelter Vorlagen-Vorleger Sebastian Heinemann.

In Folge der frühen Führung zog sich der SFC jedoch keinesfalls zurück und kam bereits wenige Minuten später zu zwei Abschlüssen aus der Distanz. Bennys Freistoß wurde jedoch vom Torwart gehalten und auch sein Schuss aus 20m verfehlte sein Ziel.

So blieb es erst einmal bei einem Treffer für Werningshausens 10er, der sich aber in der 10. Minute dann zumindest einen Assist zugute schreiben konnte. Auch diesesmal war Sebastian Heinemann beteiligt, der einen lang geschlagenen Ball per Kopf auf Benny verlängerte, der auf der linken Seite Tempo aufnahm und  den Ball von der Grundlinie flach in den Strafraum brachte. Hier segelte das Spielgerät zuerst an Freund und Feind vorbei, bis es letztlich dem rechts vollkommen freistehenden Jakub vor die Füße fiel, der aus spitzem Winkel souverän zum 2:0 verwandelte.

Wer zu diesem Zeitpunkt aber auf ein Torfestival hoffte, wurde jedoch leider enttäuscht. Laches Abwehr sortierte sich nach dem frühen 2:0 Rückstand zunehmend besser. Der SFC hatte zwar deutlich mehr vom Spiel und gab den Ton an, spätestens am 16er war dann aber Schluss.

Überlegenheit ohne Torgefahr

So war die nächste zählbare Chance der Hausherren auch ein Distanzschuss von Jakub, der den Ball in der 34. Minute aus etwa 21m knapp übers Tor zog.

Die Gäste kamen erst nach 38. Minuten zur ersten erwähnenswerten Chance nach einem Fehler der SFC-Verteidigung. Den darauffolgenden Abschluss konnte Torwart Philipp Appenroth aber klären.

Langsam begannen die Gäste aber am Spiel teilzunehmen und lauerten auf Fehler der Werningshäuser. Kurz vor der Halbzeit kam dann auch ein Gästeangreifer unbedrängt zum Abschluss aus nur 23 Metern, vergab jedoch die beste Gelegenheit der Erfurter.

Erwähnenswert im Hinblick auf den weiteren Spielverlauf ist, dass sich Lukas nur wenige Sekunden vor Abpfiff der ersten Hälfte noch eine gelbe Karte wegen Meckerns abholen musste.

Die zweite Hälfte begann erst einmal, wie die erste auch. Werningshausen erspielte sich früh eine gute Torchance, der Kopfball von Kapitän Lars Heßland nach einer Ecke verfehlte das Ziel jedoch knapp.

Mehr Kampf, weniger Fußball

Von dieser frühen Chance einmal abgesehen, hatte die zweite Halbzeit aber nicht mehr viel mit dem ersten Durchgang gemein. Die Gäste nahmen sich mehr vom Spiel und Werningshausen gab ihnen mehr Räume, was nach der laufintensiven ersten Halbzeit durchaus zu erwarten war.

Besonders viel wussten die Erfurter jedoch nicht mit der neuen Freiheit anzufangen und so entwickelte sich ein zwar spannendes und kampfbetontes, aber wenig schönes Spiel, das lange Zeit ohne nennenswerte Offensivaktionen auskommen musste.

Der Ton auf dem Platz wurde rauer und die in Halbzeit eins sehr souverän agierende Schiedsrichterin Christine Schulze hatte alle Hände voll zu tun, nicht ihre Linie zu verlieren. Die so vielleicht aufkommende Unsicherheit kam letztlich den Hausherren zugute, die eigentlich ab der 60. Minute nur noch zu zehnt auf dem Platz hätten stehen dürfen. Eine Ohrfeige des Werningshäuser Torwarts an einem Erfurter Angreifer wurde jedoch nur mit Gelb geahndet. Glück für die Hausherren, das aber nicht lange währen sollte.

Nur acht Minuten später wurde die Zahl der Spieler auf ein gerechtes 10 gegen 11 korrigiert, als Lukas nach einem erneuten verbalen Ausfall seine zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot abholen durfte.

So sahen sich die Hausherren gezwungen, die restlichen 20. Minuten mit nur zehn Mann gegen nun stärker werdende Erfurter zu bestehen. Diese Aufgabe wurde nicht leichter, als Sebastian Heinemann nur wenige Minuten nach dem Platzverweis verletzungsbedingt ebenfalls das Grün verlassen musste. Für ihn kam Matthias Gold ins Spiel.

Lache bleibt ungefährlich

Lache hatte in der Folge erkennbar mehr vom Spiel, blieb jedoch weiter ohne wirkliche Torchance bis dann doch in der 82. Minute fast der Anschlusstreffer gefallen wäre. Ein saftiger Distanzschuss traf jedoch die Latte, so dass es bei der 2:0 Führung der Werningshäuser blieb.

Diese wurde in Unterzahl sogar fast noch ausgebaut, doch der heute gut aufgelegte Benny vergab nur eine Minute später alleinstehend, aber aus sehr spitzem Winkel.

Auch die letzte Chance des Spiels konnte der SFC für sich verbuchen, wobei Reuschlers Versuch aus kurzer Distanz  leider den Kasten knapp verfehlte.

4 Spiele, 9 Punkte – Glänzende Bilanz eines Aufsteigers

Die Zuschauer sahen 90 spannende Minuten mit einer klar überlegen geführten ersten Halbzeit und einer sehr guten kämpferischen Leistung in Durchgang zwei. Insofern geht dieser Sieg vollkommen in Ordnung und der Aufsteiger konnte nach einer kurzen Unterbrechung seine Erfolgsserie wieder aufnehmen. Nach vier Spielen stehen nun drei Siege zu Buche, die den SFC auf den sechsten Tabellenplatz befördern. Bemerkenswert dabei ist, dass Werningshausen aufgrund von Spielverlegungen drei Spiele weniger absolviert hat, als die Spitzengruppe. Dieses Missverhältnis wird jedoch am 03.10. um 15 Uhr ein wenig korrigiert. Dann nämlich lädt der SFC Tunzenhausen zum Nachholspiel. Dieses Heimspiel bei hoffentlich bestem Feiertagswetter bildet dann den Abschluss eines Fußball-Wochenendes, das bereits am Samstag um 14:30 Uhr mit dem Pokalspiel in Vieselbach beginnen wird.

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