Englische Woche mit überschaubarer Ausbeute

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Englische Wochen

In den letzten zwei Wochen gab es jede Menge Fußball mit Beteiligung des SFC zu sehen. Grund für diese englischen Wochen waren neben dem regulären Ligaspiel gegen die Mannschaft von Union Erfurt zwei Nachholspiele, die rund um die Osterfeiertage angesetzt waren.

Auch wenn es einigen Grund gab, sich auf diese Spiele zu freuen, standen die Spiele personell unter keinem guten Vorzeichen. Selten war die Mannschaft so dünn  besetzt, wie in diesen Tagen. Aufgrund von Verletzungen und Urlauben sah sich der Trainer gezwungen in allen drei Spielen jeweils drei grundverschiedene Teams ins Rennen zu schicken und konnte die Bank in jedem Spiel mit höchstens zwei Leuten besetzen.

Dennoch wollte man aus diesen drei Spielen gerne mindestens sechs Punkte mitnehmen. Gegen Tunzenhausen und BW Gangloffsömmern hätte man in Vollbesetzung durchaus je drei Punkte erwarten können. Eine erfolgreiche Revanche gegen Union auf heimischem Platz wäre dann die Kür gewesen.

Am Ende kam es aber anders als erhofft und der SFC beendet die englische Woche mit einem von neun möglichen Punkten.

Chancenlos gegen Union

Den Auftakt zu dieser Serie machte man im Spiel gegen Union. Am Ende war das einzig Positive, was man aus diesem Spiel mitnehmen konnte, dass  die Zuschauer das Match bei wirklich sehr gutem Wetter erleben durften. Die Mannschaft von Union spielte über 90 Minuten cleverer und zeigte sich auch von der Spielanlage her überlegen.

Nüchtern betrachtet, konnten die Zuschauer zwei ernstzunehmende Chancen der Hausherren bejubeln, die alle erst in Halbzeit Zwei zu sehen waren. Leider stand es zu diesem Zeitpunkt bereits 0:3 gegen den SFC.

Die erste erwähnenswerte Chance hatte Kevin kurz nach Wiederanpfiff. Der per Doppelpass mit Heine schön herausgespielte Abschluss verfehlte das Tor jedoch knapp. Kurz darauf wurde Kevin im gegnerischen Strafraum gefoult. Das anschließende Elfmeter-Duell gegen den Torwart verlor Pohl jedoch nach mittelmäßigem Schuss und starker Parade. In der Folge passierte lange sehr wenig auf beiden Seiten bis schließlich fünf Minuten vor Abpfiff der Endstand von 0:4 hergestellte wurde.

Verloren wurde das Spiel jedoch in Halbzeit Eins, als man sich wieder und wieder durch das schnelle Umschaltspiel der Erfurter überfordert sah. Das 0:1 sowie das 0:3 entstanden aus fast identischen Situationen. Nach Ballgewinn der Erfurter im Mittelfeld wurde die Abwehr schnell überspielt, so dass die Erfurter Stürmer keine allzu schwere Aufgabe mehr darin sehen mussten, den Ball am Torwart vorbei zu spielen.

Unterm Strich geht der Sieg der Gäste auch in dieser Höhe in Ordnung. Zwar fand der SFC in Halbzeit Zwei besser ins Spiel, konnte aber keine wirklich entscheidenden Akzente mehr setzen, die den Glauben daran aufrecht erhalten hätten, das 0:3 aus der ersten Halbzeit noch drehen zu können. Die Kür blieb also aus, doch Mannschaft und Fans mussten aber nur vier Tage auf das eigentliche Highlight dieser Tage warten und dann sollte doch alles besser werden – eigentlich.

Guten Freunden schenkt man ein Törchen

Oder eben auch zwei. Ja, der SFC unterhält eine recht freundschaftliche Beziehung zu BW Gangloff. Und ja, manchmal erhalten kleine Geschenke die Freundschaft. Doch eigentlich hätte es ein Kasten Pils nach dem Spiel doch auch getan. Leider wurden im Heimderby größere Präsente verteilt.

Um es gleich vorweg zu nehmen. Die Mannschaft machte ein gutes Spiel und schaffte es sogar die Gäste über die gesamten ersten 45 Minuten regelrecht in die eigene Hälfte zu drücken. In dieser Zeit erarbeite sich der SFC Chance um Chance, schenkte aber Versuch um Versuch einfach her. Insgesamt waren  fünf Hochkaräter in der ersten Hälfte zu verzeichnen. Niemand in Blau Weiß hätte sich beschweren können, wenn es zur Halbzeit zwei, oder gar drei zu null gestanden hätte. Aber kleine Geschenke eben.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich dann weitaus ausgeglichener. Gangloff schien frischer auf den Platz zu kommen und erspielte sich erste Chancen. Nach 60 Minuten schien Werningshausen zunehmend die Linie zu verlieren. Und in diese starke Phase der Gäste traf Benny per Kopf zum 1:0. Ein Treffer in die Drangphase – das bedeutet für Gewöhnlich ein Einknicken. Dieses Mal nicht ganz, doch daran hatte Gangloff nicht den vollen Anteil.

Nur sieben Minuten nach dem 1:0 begann das große Geschenke-Verteilen seitens der Hausherren. Zwei sehr unnötige Fehler erlaubten Gangloff zwei Abschlüsse innerhalb von nur zwei Minuten. Um diese Chancen hatte der SFC so schöne Schleifen gemacht, dass die Gäste gar nicht anders konnten, als diese Einladungen in Tore zu verwandeln. So stand es nach 70 Minuten völlig unvermittelt und vor allem unnötig 1:2.

Der Rest des Spieles war ein engagiertes Auf und Ab, genährt von einer hervorragenden Stimmung am Spielfeldrand. Trotz weiterer Versuche auf beiden Seiten blieb es aber bei einem 1:2 über das sich der SFC weit mehr ärgern musste, als über die Niederlage am vorangegangenen Spieltag. Aber, das war ja nicht das letzte Derby gegen BWG und solche Geschenke werden sicher nicht ein zweiten Mal verteilt.

Versöhnlicher Abschluss

Den Abschluss der englischen Woche bildete das Auswärtsspiel in Tunzenhausen. Sogar noch dünner besetzt als in den Spielen davor, trat man an, um die Bilanz der letzten Tage etwas weiter in die richtige Richtung zu rücken. Am Ende stand ein 1:1, das unterm Strich genauso in Ordnung geht.

Das Ergebnis geht in Ordnung weil Werningshausen in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft war und sich mehr Chancen erspielte. Zweimal glänzte der Heimtorwart mit hervorragenden Paraden. Zweimal verfehlte der SFC das Tor nur knapp.

Die Punkteteilung geht aber auch in Ordnung, weil die Hausherren in den letzten 15 Minuten des Spiels weit mehr Luft hatten als der SFC und es eine bärenstarke Parade unseres Keepers brauchte, um den Punkt in letzter Minute festzuhalten.

Die Tore fielen aber zwischen der starken ersten Halbzeit und der Druck-Viertelstunde. Dabei gingen die Hausherren mit 1:0 nach 70 Minuten in Führung. Acht Minuten später glich Sebastian per Flachschuss aus 17 Metern aus.

Das Spiel gegen Tunzenhausen krankte deutlich an der angespannten Personalsituation, was besonders in der Offensive auffiel. Ohne offensives Mittelfeld waren die Gäste gezwungen, über hohe, weite Bälle auf das gegnerische Tor zu spielen. Ein Mittel, dass gegen Tunzenhausen jedoch gänzlich ungeeignet ist, da die Stärke der Heim-Defensive zumindest heute im Kopfballspiel gelegen hat. Der letzte Mann der Hausherren hatte an diesem Tag zumindest mit dem Kopf einen wahrlich goldenen Tag erwischt. Sollte sich die hochprofessionelle Statistikabteilung der SFC-Redaktion nicht verzählt haben, lag dessen Erfolgsquote in Kopfball-Duellen bei glatten 100%.

Kämpferisch aber kann man der Mannschaft nichts vorwerfen, die sich trotz der Belastung der letzten Tage, der angespannten Personalsituation und auch der einen oder anderen mitgeschleppten Verletzung bis zum Schluss entschlossen präsentierte und verdient einen Punkt mitnimmt.

Kopf hoch – Derbyzeit

In der Hoffnung auf eine etwas breiter aufgestellte Mannschaft, können wir uns auf das anstehende Derby gegen Wundersleben freuen. Am kommenden Sonntag heißt es dann noch einmal alles raushauen um drei Punkte einzufahren, koste es, was es wolle. Eine engagierte Leistung wie gegen Gangloff und Tunzenhausen, ein paar weniger Fehler als gegen BWG und vielleicht den einen oder anderen Rückkehrer und wir dürfen uns hoffentlich auf ein spannendes und letztlich auch erfolgreiches letztes Derby in dieser Spielzeit freuen. Wir drücken die Daumen. Nur der SFC!

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