Am Sonntag, den 14.08.206 war es wieder soweit. Nach 14 Jahren durfte man in Werningshausen wieder die magischen drei Worte aussprechen: „Endlich wieder Kreisliga“. Nach zwei Aufstiegen in Folge galt es jetzt, einen guten Start in die neue Saison hinzulegen. Diesen Start hätte man sich  auch von der Ansetzung her nicht anders wünschen können: ein Sechs-Punkte-Spiel, ein Derby.

Zum Auftakt in die neue Saison wartete Rot Weiß Wundersleben. Ein Duell, das es als Pflichtspiel eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gegeben hat. Entsprechend motiviert waren die Jungs des SFC.

In den ersten 15 Minuten wurde diese Motivation auch deutlich sichtbar auf dem Platz umgesetzt. Von Beginn an zündete der SFC auswärts ein Feuerwerk und ging bereits durch die erste Offensivaktion durch Hafid (2. Minute) in Führung. In den darauf folgenden Minuten hätte diese Führung bereits auf ein 3:0, wenn nicht sogar 4:0 hätte ausgebaut werden können, wenn nicht sogar müssen. Beleg dafür sind zahlreiche weitere Großchancen sowie ein vergebener Elfmeter. Die Hausherren waren im ersten Drittel der Halbzeit vollkommen überfordert.

Erst nach etwa 15. Minuten fand auch Wundersleben auf dem Platz statt und wusste, die große Schwachstelle des Gästeteams ausfindig zu machen.

LiberoDer SFC war gezwungen auf einen wesentlichen Baustein des Erfolges der letzten beiden Spielzeiten zu verzichten: die eingespielte und sichere Abwehrreihe. Aufgrund von Urlauben und Verletzungen sahen sich die Gäste veranlasst, die gesamte Definsivreihe neu aufzustellen. Das sorgte für Abstimmungsprobleme im Defensivverbund und diese machte sich Wundersleben zu nutze.

Neue Abwehr, neue Probleme

So deutlich waren diese Probleme, dass es sich die Gäste erlauben konnten, jeden ihrer Angriffe nach dem gleichen Muster aufzuziehen. Ein weiter Schlag aus der Umgebung des Mittelkreises in das Zentrum unseres Sechzehners. Das Ergebnis war stets das gleiche. Probleme bei der Zuordnung und fehlende Abstimmung ließen aus jedem dieser langen Bälle Gefahr entstehen. So kamen dann auch die Hauherren zu Chancen und vergaben ebenfalls einen Elfmeter, bis in der 38. Minute der Ausgleich fiel.

So ging es dann auch mit einem Unentschieden in die Pause. Ein Unentschieden, dass, lässt man die ersten 15. Minuten außen vor, durchaus gerecht war. Bezieht man das erste Drittel jedoch mit ein, hatte der SFC allen Grund mit dem Ergebnis zu hadern. Ein frühes 2:0 oder 3:0 und wäre kein Platz mehr für Spannung in diesem Spiel gewesen.

Der Ball im Wunderslebener Tor: Jakub macht das 1:2.Die zweite Hälfte begann, wie schon die erste. Der SFC übernahm das Spiel, stürmte an und erzielte wieder ein frühes Tor durch Jakub (50. Minute).

Eine Führung, die nicht lange halten sollte. Anders als in der ersten Halbzeit war  diese Führung nicht durch überlegene Spielanteile und Dominanz begründet und so dauerte es auch nicht lange, bis Wundersleben nur acht Minuten später ausgleichen konnte.

In den darauf folgenden Minuten sahen die Zuschauer ein zunehmend von kleineren und größeren Nicklichkeiten geprägtes Derby mit vielen nicht konsequent zuende gespielten Chancen auf beiden Seiten. Zwar konnte der SFC ein Plus an Chancen und Spielanteilen für sich verbuchen, ein Führungstreffer der Gastgeber lag aber ebenso in der Luft, wie das 2:3.

Der Lucky Punch

Am Ende war es der Kapitän Lars Heßland, der in der 90. Minute das Ergebnis mit einem beherzten Distanzschuss von halblinks dem Spielverlauf anglich. Seine Leistung über 90 Minuten und dieses Tor sicherten der Mannschaft nicht nur drei Punkte, sondern ihm auch einen Platz in der „Fanreport Elf des Spieltages“.

Unterm Strich muss man diesen Sieg des SFC als verdient aber glücklich bezeichnen. Hochverdient, da man gerade in den ersten 15. Minuten vollkommen überzeugte und lediglich mangels Chancenverwertung den Sack nicht bereits sehr früh zuzumachen verstand. Glücklich, weil es bis zur letzten Minute brauchte, um das Ergebnis dem Spielverlauf gerecht zu gestalten. Nichts desto trotz feiern die Salamander einen gelungenen Start in die Kreisliga-Saison und holen ganz wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Besonders schön war es auch wieder zu sehen, dass sich am Spielfeldrand selbst in einem Derby beim Ortsnachbarn immer wieder dasselbe Bild ergibt. Die vielen mitgereisten Werningshäuser lassen wohl auch in dieser Saison wieder jedes Spiel zu einem Heimspiel werden und präsentieren sich zahlenmäßig als auch stimmungsmäßig den Heimfans überlegen.

Am Sonntag. den 28.08.2016 um 15 Uhr gilt es, das Ergebnis zu bestätigen. Dann nämlich ist der SC Fortuna Erfurt I zu Gast, die bisher nicht ganz optimal in die Saison gestartet sind (0 Punkte aus zwei Spielen) und daher sicher bemüht sein werden, diese Bilanz gegen den Aufsteiger aus Werningshausen zu korrigieren. Drücken wir die Daumen für weitere drei Punkte. Wir hoffen dabei, wie immer, auf Eure zahlreiche Unterstützung.

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