Spannung und viel Kampf bei Aufeinandertreffen mit Ollendorf

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Gut 80 Zuschauer fanden sich am vergangenen Sonntag bei herbstlichem Wetter auf dem Sportplatz Werningshausen ein, um das Aufeinandertreffen des SFC mit dem SV Ollendorf zu sehen. Was den Zuschauern dann über 90 Minuten auf dem Platz geboten wurde, war den Gang zum Sportplatz allemal wert. Die beiden Kontrahenten zeigten vielleicht kein fußballerisch besonders hochklassiges, dafür aber ein intensiv geführtes und vor allem sehr spannendes Spiel.

Die Hausherren gingen stark gehandicapt in die Partie, musste der SFC doch auf die gesamte Stammbesetzung im offensiven Mittelfeld verzichten. Aus diesem Grund verlegten sich die Werningshäuser auch vornehmlich darauf, die Bälle weit in die Spitze zu schlagen und auf den zweiten Ball hin zu arbeiten.

Viele Ausfälle zu kompensieren

Dieses Vorgehen ist zwar nichts für Fußball-Ästheten, war aber in Anbetracht der personellen Lage durchaus nachvollziehbar und richtig. Ollendorf hingegen versuchte über schnelle kürze Pässe die Angreifer in Szene zu setzen. Zwei Ansätze also, wie sie heute nicht verschiedener hätten sein können.

Und beide Ansätze gingen zum Glück für die Zuschauer, jeder auf seine Weise auch auf, denn über 90 Minuten konnten streckenweise Chancen und Halbchancen im Minutentakt bestaunt werden.

Den Anfang machten aber die Hausherren, als Sebastian Heinemann nach nur zwei Minuten einen Distanzschuss aus gut 20 Metern an die Latte nagelte. Zehn Zentimeter tiefer und Werningshausen hätte eine frühe Führung bejubeln dürfen. So blieb es aber beim 0:0 und auch Ollendorf durfte prüfte nur acht Minuten später, die Haltbarkeit des Werningshäuser Aluminiums.

In der Folge entwickelte sich ein temporeiches und spannendes Spiel in dem Ollendorf fußballerisch, die Hausherren aber kämpferisch die Nase vorn hatten. Im Anschluss an Ollendorfs Pfostentreffer gelang es dem SFC sogar eine kleine Druckphase zu starten und die Gäste in der eigenen Hälfte zu halten.

Dieses Anrennen brachte jedoch nichts Zählbares hervor, da erst Nico aus 17 Metern vergab (15. Minute) und auch Bennys Freistoß vom Torhüter noch gerade über den Kasten gelenkt wurde.

Temporeiches Hin und Her

Nach etwa 20 Minuten nahmen sich  dann aber die Gäste wieder mehr vom Spiel. Nach einem Abschlag des SFC, der umgehend wieder zurückkam, wurde es dann richtig gefährlich. Der Abschlag landete über Umwegen vor den Füßen eines Ollendorfer Angreifers, dem es jedoch zum Glück nicht gelang, den weit vorm Tor stehenden SFC-Keeper zu überspielen. Sein Versuch landete hur hinter dem Gehäuse der Heimmannschaft.

Aber auch in dieser Phase hielt der SFC gut dagegen und konnte fast eine direkt verwandelte Ecke durch Sebastian Heinemann bewundern. Der heute gut aufgelegte Ollendorfer Torhüter verhinderte aber auch hier die Heimführung.

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Stattdessen durfte Ollendorf fast im direkten Gegenzug selbst jubeln. Werningshausen störte die Ollendorfer Hintermannschaft nicht entschieden genug, um die am Einleiten eines Konters zu hindern. Zwar konnte der erste Ball in die Spitze noch abgefangen werden. Steven Becke musste jedoch mit ansehen, wie seine Kopfballabwehr direkt vor den Füßen des Ollendorfer Spielers landete, der wohl von allen Teilnehmern in der mit Abstand besten Position war, einen schnellen Gegenangriff einzuleiten. Und das tat der Spieler auch, so dass die Gäste die schön ausgespielte  Konterchance schließlich mit dem Treffer zum 0:1 veredelten (30. Minute).

Bis zur Halbzeit erarbeiteten sich beide Teams noch einige Halbchancen, echte Gefahr kam jedoch nicht mehr auf. So verabschiedete man sich mit einem 0:1 in die Halbzeit.

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Viel zu tun um die Werningshäuser Hintermannschaft um Benny Kind.

Wie schon der erste Durchgang begann auch die zweite Halbzeit mit viel Tempo. So trafen sowohl Benny als auch Lars innerhalb der ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff jeweils das Außennetz. Letzterer zwang den Torhüter dann in der 55. Minute per Kopfball nach einer Ecke zu einer weiteren Parade.

All dies konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass zunehmend auffiel, dass das offensive Mittelfeld heute fehlte. Auch wenn Werningshausen Chancen kreierte, gelang es nicht, den Ball über einen längeren Zeitraum in den eigenen Reihen zu halten, weswegen unsere Hintermannschaft heute wenig Zeit hatte, einmal durchzuatmen. Das Spiel blieb, was es auch in Halbzeit eins gewesen ist: ein temporeiches hin und her zwischen den Strafräumen.

Beide Seiten nah am nächsten Treffer

Häufig fehlte auf beiden Seiten nur das letzte Quäntchen Glück. So blieb Hafid in der 60. Minute ein Abschluss versagt, als eine gute Hereingabe von Lars gerade noch vor dem zum Abschluss bereiten Angreifer geklärt wurde. Auf der anderen Seite verfehlten die Gäste nur knapp, als 10 Minuten später, ebenfalls nach guter Hereingabe ein Kopfball nicht im Tor untergebracht wurde.

Zwischen der 70. und 80. Minute lag dann gleich zweimal der Ausgleich in der Luft. Zuerst verfehlte Pascal aus 16 Metern nur knapp. Wenige Minuten später zappelte das Spielgerät dann im Gästetor. Roger (oder Hafid, man ist sich da nicht so einig J) drückten den Ball aus 10 Metern über die Linie. Der anschließende Jubel dauerte jedoch nur kurz, da der Schiedsrichter signalisierte ein Handspiel eines Offensivspielers gesehen zu haben.

So blieb es auch nach 80 Minuten beim Stand von 0:1 und den Hausherren lief langsam die Zeit davon, zumal die Gäste stets gefährlich blieben. Zu dieser Phase schien Werningshausen näher am 1:1 als Ollendorf am 0:2.

Erschwert wurde die Aufgabe zusätzlich dadurch, dass Werningshausen ab der 80. Minute in Unterzahl bestehen musste. Roger sah nach einem taktischen Foul seine zweite Gelbe und also Gelb-Rot.

Werningshausen ließ sich aber nicht entmutigen und drückte weiter, wodurch man Ollendorf aber zu Kontern einlud. Dass die in der Lage sind, Konter gut auszuspielen, konnte man bereits beim 0:1 feststellen. Drei Minuten vorm Ende der regulären Spielzeit führte dann ein weiterer Konter auch fast zum 0:2. Der Abschluss nach guter Hereingabe traf aber ein weiteres Mal nur den Pfosten.

Die Hausherren wurden aber nicht müde, es weiter zu versuchen. Bennys Abschluss aus 16 Metern in der 90. Minute wurde aber zum wiederholten Male vom starken Ollendorfer Schlussmann geklärt.

So blieb es dann beim 0:1, was die erste Heimniederlage des SFC in dieser Saison bedeutete.

Auch wenn keine Punkte eingefahren werden konnten, gab es nach 90 Minuten wenig Grund zu nörgeln. Der SFC ist mit der schwierigen Situation, eine komplette Offensivreihe gegen einen starken Gegner ersetzen zu müssen, gut umgegangen und hat den favorisierten Ollendorfern gut Paroli geboten. dass es am Ende nicht zu einem Punkt gereicht hat, verdanken die Gäste vor allem ihrem starken Keeper, der weit mehr als nur eine Chance zu verhindern hatte.

Weiter gehts in Weißensee

Unterm Strich geht der Sieg aufgrund der fußballerisch besseren Leistung der Gäste in Ordnung. Kämpferisch aber und auch im Hinblick auf die Tormöglichkeiten hätte ein Unentschieden den Spielverlauf ebenso treffend wiedergegeben.

Diesen Sonntag wird man sich auswärts mit dem Aufstiegsfavoriten aus Weißensee messen. Am Sonntag um 15 Uhr wird auf dem Sportplatz der Blau-Weißen angepfiffen und Werningshausen wird ein weiteres Mal versuchen, einem Favoriten einen Punkt zu entführen. Gelingt es den Jungs an die kämpferische Leistung gegen Ollendorf anzuknüpfen und vielleicht auch den einen oder anderen fußballerischen Akzent in der Offensive zu setzen, wird es Weißensee nicht leicht haben, dies zu verhindern. Wir sind gespannt.

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