Werningshäuser Kantersieg bei strömendem Regen

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Nur zwei Tage nach dem unglücklichen Pokalaus, als Werningshausen bei starken Vieselbachern die beiden Tore zum 2:0 Endstand in der Nachspielzeit hinnehmen musste, stand für die Jungs wieder Kreisliga-Alltag auf dem Programm. Zu Gast war die Elf aus Tunzenhausen, für die der Tag der Deutschen Einheit jedoch zumindest kein Fußball-Feiertag werden sollte. Nach 90 Minuten sollte es 5:1 für die Hausherren stehen.

Dass Werningshausen den Feiertag mit einem so hohen Heimsieg krönen würde, konnte beim Halbzeitpfiff noch niemand ahnen. Am Ende der ersten 45 Minuten stand es 0:0 und es sah eher nach einem dieser Spiele aus, das die Mannschaft als Sieger bestreiten würde, der es irgendwie gelingt, das einzige Tor des Spiels zu schießen.

Sowohl der SFC als auch die Gäste taten sich schwer in den ersten 15 Minuten. In dieser Anfangsviertelstunde sahen die Zuschauer kein besonders anspruchsvolles Spiel, das vor allem von viel Kampf und Einsatz im Mittelfeld lebte. Wenn es überhaupt zu Offensivaktionen kam, dann durch Distanzschüsse, wie etwa einen 40m Freistoß von Benny, der das Tor nur erstaunlich knapp verfehlte, oder aber durch Unaufmerksamkeiten in der Abwehr. So geschehen, als Tunzenhausen ein erstes Mal vor das heimische Tor gelangte, der sprintende Gästestürmer den Ball, der zuvor durch Werningshausens Abwehrreihe gerutscht war, nicht mehr erreichen konnte.

Druckphase des SFC

Nach 15 Minuten hatte das Abtasten dann aber endlich ein Ende. Jetzt begannen eine Werningshäuser Druckphase, die fast bis zum Ende der ersten Hälfte anhalten sollte. Zwischen der 16. und 30. Spielminute erarbeite sich Werningshausen Abschlüße fast im Minutentakt, die jedoch ein ums andere mal nicht zum Erfolg führen sollten.

Eröffnet wurde diese Phase von einem Distanzschuss von Kevin, der aus gut 30 Metern den Kasten nur knapp verfehlte.

Etwas näher am Tor, aber ebenso knapp daneben war Steven Triebels Versuch aus 16 Metern nur eine Minute später.

Weitere zwei Minuten darauf herrscht gleich zweimal Chaos im Tunzenhäusener Strafraum, als zuerst Hafit auf den zentral 14 Meter vorm Tor positionierten Jakub ablegt, dem das Spielgerät aber im letzten Moment abgegrätscht wurde. Nur wenige Augenblicke später wurde dann Hafit vom Fast-Vorlagengeber zum Fast-Torschützen. Nur Fast, weil Hafit nach einer guten Hereingabe die Dirketabnahme aus 5 Metern nicht im Kasten, sondern links daneben platzierte. Wenn aus einer Chance in diesem Spiel ein Tor hätte fallen müssen, dann war es wohl diese Situation.

So blieb es bis zur Halbzeit beim 0:0 woran auch die Versuche von Sebastian aus 16 Metern (24. Minute), Steven Triebel aus nur 10 Metern (29. Minute), Kevins Versuch nach einer Ecke (31. Minute), oder Nicos guter Abschluss aus der Distanz (37. Minute) nichts mehr ändern konnten.

Der SFC war überlegen, hatte mehr vom Spiel, viel mehr Chancen, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor. In dem einen oder Anderen kamen zur Halbzeit vielleicht Erinnerungen an die 1:0 Niederlage in Schwerborn im letzten Jahr auf, als der SFC nach einer drückend überlegen geführten Partie als Verlierer vom Platz gehen musste, weil der Ball einfach nicht ins Tor zu wollen schien, während die Gastgeber ihren einzigen Ausflug in Werningshäuser Strafraumnähe zum entscheidenden 1:0  verwandeln konnten.

Frühes Tor in Halbzeit zwei

Solche Gedanken waren aber schon kurz nach Wiederanpfiff verworfen, da der SFC in Person von Kevin die erste Chance des zweiten Durchgangs zum befreienden 1:0 nutzen konnte. Nachdem eine scharfe Hereingabe fast zu einem Tunzenhäusener Eigentor geführt hatte, brachte  Jakub die darauffolgende Ecke auf Kevin der das Leder ins linke Eck köpfte.

Zwei Minuten später war es der Eckenschütze, der im 16er gefoult wurde und den fälligen Strafstoß wuchtig und präzise zum 2:0 verwandelte.

Mit dem immer schlechter werdenden Wetter, es regnete mittlerweile in Strömen, wurde das Spiel zunehmend besser. Werningshausen gelangen ein ums andere mal sehr ansehnliche Spielzüge, die jedoch erst einmal nicht zu weiteren nennenswerten Chancen führen sollte.

In der 61. Minute jedoch fasste sich dann der zur Halbzeit eingewechselte Christian Pohl ein Herz und versuchte sich an einem Kunstschuss aus 18 Metern in halbrechter Position. Der überraschte Torwart konnte den Ball nur prallen lassen und Hafit netzte schließlich den Abpraller zum 3:0 ein.

Nur eine Minute später hätte es dann auch schon 4:0 stehen müssen, doch sowohl der frei vorm Tor stehende Sebastian als auch Hafit per Kopf nutzten eine gute Doppelchance nicht, um die Führung auszubauen.

Auch Christians Distanzschuss , nur eine Minute später verfehlte das Ziel knapp.

So dauerte es bis zur 76. Minute, bis das verdiente 4:0 fiel. Dieses Mal nahm sich der Kapitän Lars Heßland der Sache an und verwandelte eine gute Flanke per Flugkopfball ins rechte untere Eck.

Später Anschlusstreffer ändert nichts

Nach einem Einwurf, nur vier Minuten später, gelang es Tunzenhausen sogar noch etwas Ergebniskosmetik zu betrieben und den 4:1 Anschlusstreffer zu erzielen.

Dieser kleine kosmetische Eingriff wurde aber durch Jakub eine Minute vor Abpfiff gleich wieder rückgängig gemacht, als dieser nach sehenswertem Dribbling den Abstand von 4 Toren wieder herstellte und zum 5:1 einnetzte.

Kurz darauf wurde das Spiel abgepfiffen und Werningshausen hatte weitere drei Punkte im Sack.

Nach fünf Spieltagen stehen nun 12 Punkte auf der Habenseite und der sichere Klassenerhalt in der ersten Kreisliga-Saison scheint eine durchaus realistische Zielvorgabe, auch wenn die schwersten Spiele noch bevorstehen.

Eines dieser schweren Spiele steht dann auch gleich an diesem Sonntag auf dem Programm, wenn der SFC bei Union Erfurt zu Gast sein wird.

Ein Blick auf die Tabelle verrät zwar, dass Werningshausen durchaus als Favorit für dieses Spiel gehandelt werden könnte, da Union in sechs Spielen bisher gerade einmal vier Punkte sammeln konnte. Jedoch darf dabei nicht vergessen werden, dass sich Union bisher vor allem mit den stärksten der Liga messen musste. Zudem ist damit zu rechnen, dass Union die Tatsache in die Hände spielen wird, dass sie selbst das Spiel auf Kunstrasen gewohnt sind, während sich dieser Untergrund für unsere Jungs immer wieder als Hindernis darstellt.

Wir dürfen uns also auf ein offenes und hoffentlich interessantes und erfolgreiches Spiel in Erfurt freuen. Und wer weiß, vielleicht nehmen wir auch die ersten Punkte von einem Kunstrasenplatz mit.

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