Ein ganz großer Schritt Richtung Kreisliga

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SFC gegen Niedernissa

Mit dem Heimspiel gegen Turbine Niedernissa stand am vergangenen Sonntag eine ganz große Aufgabe und das vielleicht wichtigste Spiel der Saison an. Mit einem Sieg würde man einen großen Schritt in Richtung Kreisliga tun können. Im Falle einer Niederlage wäre der Lohn einer ganzen Saison gefährdet gewesen und das Rennen um Platz 1, den vermeidlich einzigen Aufstiegsplatz in die Kreisliga noch einmal sehr eng geworden.

Entsprechend aufgeregt fanden sich Spieler und Trainer vor dem Spiel ein. Eine Aufregung, die sich aber so nie auf dem Platz zeigte.

Sehr präsente erste Hälfte

Von Beginn an spielte Werningshausen dominant, kontrolliert und druckvoll und ging folglich bereits in der 3. Minute durch einen Kopfball von Hafit nach Ecke Sebastian Heinemann in Führung. Die schnelle Führung nahm den Gästen sehr früh den Wind aus den Segel, wenngleich diese sich für dieses Spiel sicher auch so einiges vorgenommen hatten.

Nachdem der Schock des frühen Rückstandes verdaut war, machte sich dann auch Niedernissa daran, anzudeuten, dass auch sie vorhaben, an diesem Spiel teilzunehmen und erarbeiteten sich in der 9. Minute eine durchaus erwähnenswerte Chance. Der Schuss aus sehr spitzem Winkel, der den heimischen Torhüter allerdings vor keinerlei Probleme stellte, sollte dann aber auch das letzte echte Lebenszeichen der Gäste für eine sehr lange Zeit sein.

Spiel auf ein Tor

Vielmehr erarbeiteten sich die Hausherren weitere gute Gelegenheiten und wurden dafür schließlich in der 15. Minute belohnt.

Nach einem Foul an Roger Mönchgesang links auf Höhe des gegnerischen Strafraums trat Christian Pohl zum Freistoß an. Eigentlich keine Position, diesen direkt zu versuchen. Das dachte sich wohl auch die gegnerische Abwehr samt Torhüter, die dann alle mit ansehen mussten, wie sich der Ball an Freund und Feind vorbei seinen Weg ins lange Eck suchte.

2:0 nach nur einer viertel Stunde. Der Auftakt dieses Topspiels war ganz nach dem Geschmack der Hausherren und entsprechend gut war die Stimmung unter den Zuschauern.

Auch mit dem 2:0 im Rücken schaltete der SFC nicht zurück und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt. Gerade Hafit, der an diesem Tag in einer so lange nicht mehr gesehenen Form auflief, suchte immer wieder den Abschluss, scheiterte aber mehrfach knapp (23., 24., 26.).

In Minute 29. belohnte sich der Werningshäuser Angreifer dann aber endlich mit seinem zweiten Tor. Nachdem er zwei Verteidiger zentral  vor dem 16er aussteigen ließ, versenkte er den Ball trocken mit Links aus 15m im rechten unteren Eck. Das roch nach Vorentscheidung.

Sven pauli SFC

Lässt Ball und Gegner laufen: Sven Pauli als Ballverteiler.

Halbzeit eins lässt sich beschreiben, als eine wohlgetaktete Folge von Werningshäuser Torschüssen bei gleichzeitig ausgesprochen souveräner Defensivleistung. Neben Hafit erarbeiteten sich auch Benny Kind (19., 35.), Christian Pohl (20., 28., 37.) sowie Sebastian Heinemann (24., 38., 44.) noch gute Möglichkeiten, die jedoch allesamt ungenutzt blieben.

Die Turbine aus Niedernissa nahm erst ab Minute 40 wieder merklich am Spiel Teil und übte in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit dann auch ein wenig Druck auf die heimische Hintermannschaft aus, was jedoch nicht mehr zum Ergebnis hatte, als einen nicht schwierig zu haltenden Distanzschuss sowie einen Freistoß, der sich in der Mauer verfing.

Halbzeitstand fast zu niedrig

Mit dem Halbzeitstand von 3:0 konnten beide Teams eigentlich zufrieden sein. Der SFC, weil er sich diesen Vorsprung zur Halbzeit verdient und erarbeitet hatte und Niedernissa, weil das Ergebnis durchaus auch höher hätte ausfallen können.

Nach der durchaus ansehnlichen ersten Hälfte waren alle gespannt, ob es in dieser Qualität weitergehen würde. Echte Nervosität, die Turbine könnte das Spiel noch drehen, war jedoch nicht zu spüren. Dabei war aber davon auszugehen, dass Niedernissa noch einmal alles reinwerfen würde, war ein Sieg in Werningshausen doch bei Lichte betrachtet die vielleicht letzte Chance noch den ersten Platz angreifen zu können.

Kurzes Auflehnen der Gäste

Und tatsächlich taten die Gäste in Halbzeit 2 etwas mehr als noch in den ersten 45 Minuten, was sich in einigen Chancen zu Beginn der 2. Halbzeit (55., 57., 59.) niederschlug. Die erwähnenswerteste darunter war ein Freistoß von halblinks den Lars per Kopf über das eigene Tor klären musste.

Die folgende Ecke leitete jedoch direkt einen Konter ein den Christian Pohl eigentlich zum 4:0 hätte verwandeln müssen, wozu jedoch nach einem 40m Sprint bei über 30 Grad ein wenig die Kraft und Konzentration zu fehlen schien.

Ohnehin verlor die Partie deutlich an Tempo. Werningshausen erarbeitete sich zwar weiter redlich Chancen, stand jetzt jedoch etwas tiefer und überließ dem Gegner mehr vom Spiel. Jedoch schien dieses Herunterschalten durchaus kontrolliert. Niedernissa durfte über weite Strecken des zweiten Durchganges genau so viel wagen, wie der SFC zuließ.

Zwei mal ging jedoch ein wenig der Kontrolle verloren und hätten die Gäste in Minute 75 fast den Anschlusstreffer erzielt, hätte Christian Becke nicht in letzter Sekunde auf der Linie klären können. Diese Chance und ein Konter fünf Minuten später blieben jedoch die einzigen erwähnenswerten Offensivaktionen der Gäste.

Viele Hochkaräter – keine weiteren Tore

Benny Kind SFC

Glänzte immer wieder als Vorbereiter: Benjamin Kind.

Anders der SFC, der immer wieder zu Chancen kam. So glänzte Benny Kind in der zweiten Hälfte als Vorbereiter indem er mehrfach den Ball über Links in den Strafraum zum Mann brachte. Jedoch konnten weder Christian Pohl (53. und 60.) noch der in der 64. Minute für Hafit eingewechselte Dennis Helmis (79.) die guten Hereingaben zu Toren machen.

Dies waren beileibe nicht die einzigen Chancen der Heimmannschaft im zweiten Durchgang, so dass es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein sollte, bis das vier oder vielleicht sogar das 5:0 fallen würde.

Neben Sven Pauli (47., 73. und 83.) hatte vor allem Dennis Helmis (67., 79. und 81.) sehr gute Gelegenheiten dazu, den Spielausgang noch deutlicher zu gestalten.

Ein großes Fragezeichen der 2.Halbzeit war jedoch eine sehr strittige Elfmeterentscheidung. Nachdem sich Christian Pohl in der 70.Minute in den Gegnerischen Strafraum durchgetankt hatte, wurde dieser im Moment des Abschlusses zu Fall gebracht. Das eigentlich sehr gute Schiedsrichtergespann entschied jedoch auf Abstoß, statt auf Elfer und eventuell sogar Rot. Die daraus resultierende Aufregung hielt jedoch nur kurz und die Szene sollte sich als in keiner Weise spielentscheidend herausstellen.

Aufstieg zum greifen nahe

So blieb es am Ende bei einem 3:0 für den SFC nach einer anfangs sehr guten und zum Ende hin sehr cleveren und souveränen Vorstellung des Tabellenführers.

Vier Spieltage vor Saisonende ist nun der Vorsprung wieder auf sechs Punkte und elf Tore ausgebaut. Der SFC fährt am kommenden Wochenende zum Auswärtsspiel nach Kannawurf. Der Tabellenzweite muss beim Viertplatzierten Thüringer FC ran. Beste Aussichten also für den SFC den Staffelsiegerpokal am letzten Spieltag beim eigenen Sportfest entgegen nehmen zu können. Dazu heißt es aber, weiter die Konzentration zu bewahren.

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